Bäume pflanzen, Nachhaltigkeit erleben und Europa gemeinsam gestalten: Bei der Erasmus+ Jugendbegegnung „Make It Alive“ in Zypern wurde aus Umweltbewusstsein konkretes Handeln.

Vom 10. bis 18. Oktober 2026 kamen 48 junge Menschen aus acht europäischen Ländern in Pissouri auf Zypern zusammen. Mit dabei war auch eine österreichische Gruppe des Tredu Club. Gemeinsam beschäftigten sich die Teilnehmenden mit Klimawandel, Umweltschutz und nachhaltiger Lebensweise – und wurden dabei selbst aktiv.

Neue Hoffnung nach den Waldbränden

Die verheerenden Waldbrände im Sommer 2025 hatten in Zypern große Schäden hinterlassen. Genau hier setzte „Make It Alive“ an: Junge Menschen sollten nicht nur über die Folgen des Klimawandels sprechen, sondern einen Beitrag zur Wiederherstellung der Natur leisten.

Ein besonderer Bestandteil des Projekts waren die gemeinsamen Baumpflanzaktionen. Unter anderem in der Ortschaft Kissousa packten die Teilnehmenden mit an und pflanzten neue Bäume. Dabei wurde deutlich, dass Umweltschutz mehr bedeutet als theoretisches Wissen. Wer selbst aktiv wird, entwickelt auch eine andere Verbindung zur Natur und ein stärkeres Bewusstsein für die eigene Verantwortung.

Nachhaltigkeit kreativ und spielerisch entdecken

Neben den praktischen Umweltaktionen bot das Programm zahlreiche Möglichkeiten, Neues zu lernen und eigene Ideen einzubringen.

In Workshops und Diskussionen beschäftigten sich die Jugendlichen mit Klimawandel, nachhaltigem Lebensstil und ökologischer Verantwortung. Besonders kreativ wurde es bei der gemeinsamen Arbeit an ECO NEWS, einer Umweltzeitung, für die die Teilnehmenden eigene Beiträge und Ideen entwickelten. Bei der „Decathlon of Environment“ standen verschiedene Aktivitäten rund um Nachhaltigkeit auf dem Programm. Zum Abschluss gestalteten internationale Teams eigene Videos, um ihre Botschaften für eine nachhaltigere Zukunft weiterzugeben. So wurde Umweltschutz zu etwas, das man nicht nur verstehen, sondern gemeinsam erleben und kreativ vermitteln kann.

Bewegung, Natur und kulturelle Entdeckungen

Auch Bewegung und gemeinsame Erlebnisse waren wichtige Bestandteile der Jugendbegegnung. Beim Korfball lernten die Jugendlichen eine Teamsportart kennen, bei der Zusammenarbeit im Mittelpunkt steht. Eine Wanderung durch die Landschaft rund um Pissouri bot Gelegenheit, die zypriotische Natur unmittelbar zu erleben.

Ausflüge führten die Gruppe außerdem nach Omodos und Paphos, wo sie mehr über die Geschichte, Kultur und Traditionen Zyperns erfahren konnte. Diese gemeinsamen Aktivitäten machten deutlich, wie gut sich Bewegung, Naturerfahrung und interkulturelles Lernen ergänzen.

Acht Länder, viele Kulturen, eine Gemeinschaft

Neben dem Umweltschutz war der europäische Austausch ein zentraler Bestandteil von „Make It Alive“.

Jugendliche aus Zypern, Österreich, Portugal, Griechenland, Litauen, Polen, Serbien und Rumänien verbrachten die Projekttage miteinander, arbeiteten in internationalen Teams und lernten voneinander. Bei den interkulturellen Abenden stellten die einzelnen Länder ihre Traditionen, Speisen, Musik und Tänze vor. Dabei ging es nicht nur darum, andere Kulturen kennenzulernen, sondern auch darum, Gemeinsamkeiten zu entdecken und neue Freundschaften zu schließen. Gerade diese persönlichen Begegnungen machen Erasmus+ Jugendbegegnungen so wertvoll: Europa wird nicht nur als Idee wahrgenommen, sondern als Gemeinschaft erlebt.

Was bleibt von Make It Alive?

Am Ende der Jugendbegegnung präsentierten die Teilnehmenden ihre Videos, reflektierten ihre Erfahrungen und erhielten ihren Youthpass als Anerkennung der erworbenen Kompetenzen.

„Make It Alive“ zeigte, dass auch junge Menschen einen konkreten Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz leisten können. Gleichzeitig bot das Projekt Raum, um Selbstvertrauen, Teamfähigkeit, Kreativität und interkulturelle Kompetenzen weiterzuentwickeln.

Für den Tredu Club war die Teilnahme als österreichische Partnerorganisation eine weitere wertvolle Erfahrung in der internationalen Jugendarbeit.

Was wir aus diesem Projekt mitnehmen: Nachhaltigkeit beginnt mit Bewusstsein – aber sie wird erst durch gemeinsames Handeln lebendig.

Wir freuen uns, Teil dieser europäischen Zusammenarbeit gewesen zu sein, und hoffen, dass die Erfahrungen und Ideen aus Zypern auch im Alltag der Teilnehmenden weiterwirken.

Mehr über die einzelnen Aktivitäten und die Umsetzung des Projekts findest du auf der offiziellen Make It Alive Projektwebseite.

Das Projekt „Make It Alive“ (KA152-YOU) wurde durch das Erasmus+ Programm der Europäischen Union gefördert. Die koordinierende Organisation war SIMVOULIO KOINONIKIS EVIMERIAS PISSOURIOU in Zypern. Tredu Club beteiligte sich als österreichische Partnerorganisation.